"Ich lese keine Newsletter" – doch, du liest sie. Nur nicht die langweiligen.
"Ich lese keine Newsletter." Das höre ich regelmäßig – von Kund:innen, Freund:innen, manchmal sogar von Menschen, die mir gerade erzählt haben, dass sie eine E-Mail von jemandem total toll finden und immer lesen.
Die Wahrheit ist: Niemand liest keine Newsletter. Jeder liest die, die gut sind.
Was eine gute E-Mail von einer schlechten unterscheidet
Aber was bedeutet "gut" eigentlich? Gute E-Mails unterhalten. Sie sind relevant – nicht für alle, aber für die Richtigen. Sie langweilen nicht. Und sie verkaufen nicht bei jeder Gelegenheit.
Das klingt simpel. Ist es aber nicht – denn die meisten E-Mails, die täglich verschickt werden, tun genau das Gegenteil. Sie sind generisch, sie sind vorhersehbar, und sie behandeln die Leserin wie eine Conversion, nicht wie einen Menschen.
Fehler, die ich immer wieder sehe
Was ich bei meinen Kund:innen immer wieder sehe: E-Mails, die nur dann verschickt werden, wenn es etwas zu verkaufen gibt. Der Launch steht an – schwups, gibt es plötzlich drei E-Mails in einer Woche. Danach: Stille.
Das ist wie bei einem Bekannten, der sich nur meldet, wenn er etwas braucht. Irgendwann geht man nicht mehr ran.
Weitere Klassiker: zu lang, zu vollgepackt, zu viele Call-to-Actions auf einmal. Oder das Gegenteil – so vage und nichtssagend, dass man danach nicht weiß, worum es eigentlich ging. Und der größte Fehler von allen: eine E-Mail schreiben, die für jeden passt. Eine E-Mail, die für jeden ist, ist für niemanden.
Verkaufen darf eine E-Mail – aber bitte mit Charme
Jetzt zum schönen Teil. Denn E-Mails dürfen verkaufen. Sie müssen es sogar – sonst ist es ein Tagebuch, kein Marketing. (Und häufig ein sehr langweiliges…)
Der Unterschied liegt im Wie. Wenn eine E-Mail unterhält, eine Geschichte erzählt, einen Gedanken auslöst oder einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubert – dann verzeiht man ihr, dass sie am Ende ein Angebot macht. Man verzeiht es ihr nicht nur, man ist sogar dankbar dafür. Weil das Angebot sich anfühlt wie eine logische Fortsetzung, nicht wie ein Überfall.
Charmant platziert ist kein Zufall. Es ist Handwerk, Baby.
Deine E-Mail-Liste ist dein wertvollstes Asset
Noch etwas, das ich immer wieder betonen muss: Deine E-Mail-Liste gehört dir. Dein Instagram-Account nicht. Dein TikTok nicht. Die Plattformen können sich ändern, Algorithmen können dich unsichtbar machen, Accounts können gesperrt werden.
Deine Liste bleibt. Die Menschen darauf haben aktiv gesagt: Ja, ich möchte von dir hören. Das ist keine Selbstverständlichkeit – das ist Vertrauen. Und Vertrauen ist die wertvollste Währung im Marketing.
Eine gepflegte, engagierte Liste von 500 Menschen ist mehr wert als 50.000 Follower, die dir nie begegnet sind. Ooooh und du wirst Spaß haben mit diesen 500 Menschen, wenn sie dir vertrauen und kaufen!
Wie fängt man an?
Mit einer E-Mail. Nicht mit der perfekten, nicht mit der durchgeplanten Sequenz, nicht erst wenn das Tool eingerichtet ist und das Foto gemacht wurde.
Schreib eine E-Mail, die du selbst gerne bekommen würdest. Stell dir eine einzige Person vor, der du schreibst – nicht deine Zielgruppe, sondern einen echten Menschen, den du kennst und magst. Schreib ihr. Dann schick sie an alle.
Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst – oder wenn du merkst, dass deine E-Mails gerade eher Stille als Antworten erzeugen: Lass uns reden.
Oder schreib mir eine E-Mail, ich lese nämlich wirklich gerne E-Mails!